vielleicht hinterlassen wir
eine spur
erinnerungslinien
oder wir verwurzeln
in seltenen gesprächen
vielleicht bleibt
ein bild
an der wand
Gedichte - Prosa
vielleicht hinterlassen wir
eine spur
erinnerungslinien
oder wir verwurzeln
in seltenen gesprächen
vielleicht bleibt
ein bild
an der wand
blau ist die farbe
meiner liebe
die tinte auf papier
mit der ich
deinen namen schreibe
der see in manerba
das kleine haus dort
im garten der lavendel
der himmel
hinter den bergen
mit dir
fliege ich angstfrei
hoch hinauf
azurblau
deine augen
und wie du da stehst
mit vespa
und helm
der tod tut nicht weh
ich habe ihn überlebt
es war im sommer
und wilder mohn blühte
auf den wiesen
das schwere gehört
dem leben
der tod ist ursprung
von dort komme ich
Mutter sagt
ich sei aus dem wort gefallen
sie gebar mich
in einer heißen julinacht
kein laut kam
aus meinem mund
kein schrei zerbrach
die stille
als trüge ich
mein schweigen
mit mir her
die stille der vergangenheit
und das laute
in den worten
du legst
deine warme hand darauf
bei dir
habe ich keine angst
etwas falsches zu sagen
du streichst mir
die haare aus dem gesicht
und am morgen
das butterbrot
bist wie eine sicherheitsnadel
zwischen unseren seelen
das leise
in meinem sturm
und das sanfte
im fangnetz der möglichkeiten
deine liebe
hat blaue flecken hinterlassen
auf der haut
auf der seele
und nein
ich vergebe dir nicht
nicht in diesem leben
und auch nicht
in den kommenden
mein frieden beginnt
wenn ich weiß
du weißt
wenn ich über die liebe
schreiben wollte
dann würde ich ihr
den kitsch
aus den reimen nehmen
und die worte
vielleicht hinterlassen wir eine spur erinnerungslinien oder wir verwurzeln in seltenen gesprächen vielleicht bleibt ein bild an de...