das dunkel
schwärzt das fensterglas
ich schließe meine sehnsucht
in den schrank
zu den habseligkeiten
jeden tag lerne ich
neue zeichen
sie schützen mich
vor der einsamkeit
und vor einem leben mit dir
ich denke
das solltest du wissen
niemals zuvor
im vergangenen leben
sprang ich durch pfützen
im regen singe und tanze ich
lachend und frei
kopfgefühle wirbeln wie eine brise
auf deine nackte haut
nichts hält mich mehr auf
seit ich dich kenne
bin ich wieder mensch
nie will ich aufhören
dich zu umarmen
nicht um dich festzuhalten
wegen deinem atem an meinem körper
dem meerblau deiner augen
der schwingung unserer seelen
wegen dem nichts und alles
unserer geschichte
oder nur der liebe wegen
vielleicht
an ein leben nach dem tod
will ich glauben
in durchwachten nächten
plane ich
meine wiedergeburt
vielleicht als hauskatze
oder als goldfisch im aquarium
keinesfalls inkarniere ich
als mensch
als regenwurm oder spinne
man wird zu leicht zertreten
viele tode
von mir entfernt
ich schütze meinen namen
unter den strengen blicken
häute mich
durch die jahrhunderte
aus entbehrungen
und schmerz
heute laufe ich barfuß
über deine worte
meine haut spannt sich
über die zeit
ich streue glitzer und feenstaub
um die geister zu besänftigen
singe lieder in einer fremden sprache
tanze um das feuer
als gäbe es mich
noch immer
als kind verlor ich die sprache mutter schrieb mir worte auf die stirn lange und kurze manche haben sich festgesetzt einige trage ich ...