durch den lautsprecher
tönt ein choral
frauen tragen frömmigkeit
und schwarze kleider
wir sprechen gedichte
eines langen tages
die karpaten ziehen grenzen
deine augen tragen sonne
bröckelnde fassaden
hinter den gardinen
trifft man liebe und neugier
in einer fremden sprache
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reststille
die vergangenheit hat keine stimme alles was sie sagt verliert sich in der zwischenzeit verschwommener bilder manchmal findet sie mich wie i...
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mein schneeherz ist farbenblind und taut in den sonnenfäden zu wasser fließt aus dem körper es hätte dich lieben können einen winter...
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nun schweigt der sommer und über das land sinkt weißer nebel ich schreibe worte gegen das vergessen denn was weiß der winter vom blühe...
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wer liegen bleibt kann nicht mehr fallen sage ich zu den herbstwinden darum weht durch und durch so bleibt nichts mehr übrig von der erinne...
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unausgesprochenes ohne anfang und ende im kopf wachsen grenzen zäune und sträucher ich springe über die zeit du wohnst in meinen gedanke...
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träume begräbt man und menschen wenn sie tot sind manchmal bleibt ein bild an der wand oder im herzen liebe stirbt nicht sie zieht nur wei...
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den tag hänge ich auf die leine zum lüften atme die gedanken aus die dunkelgrünen worte aus dem lauten mund kippe ich auf den asphalt ...
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nachts schreibe ich namen an die weiße wand den meiner mutter und meiner katze ich wünschte ich könnte einsamkeit freundlicher buchst...
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manchmal lege ich mein schweigen auf deine nackte haut dann berühre ich das unsichtbare zwischen uns dirigiere die stille und staune
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nie will ich aufhören dich zu umarmen nicht um dich festzuhalten wegen deinem atem an meinem körper dem meerblau deiner augen der schwi...
Ein wunderschönes Gedicht, liebe Christa! ... wie aus einem Land vor unserer Zeit.
AntwortenLöschen... doch genau so kenne ich meine alte Heimat Siebenbürgen noch.
Alles Liebe,
Michael
Lieber Michael, schön, dass ich Erinnerungen an Siebenbürgen wachrütteln konnte, eine wunderbare Gegend, war ganz beeindruckt von der Gegend, den Menschen, dem Essen, der Kultur. Danke für den Besuch auf meiner Seite und den lieben Kommentar, den du dagelassen hast.
LöschenHerzlichst,
christa
Vor allem die Menschen, die man verloren hat ,liebe Christa ... Das Grab meiner Cousine Ingrid in Frauendorf, mein Opa liegt in Kleinschelken - hab mich nie richtig von ihnen verabschiedet ...
LöschenAlles Liebe,
Michael
Vielleicht könnte das dann ein Grund für eine Reise nach Sibiu sein...
Löschenlg christa
auch bei mir ruft es Rumänienbilder einer Reise wach.
AntwortenLöschenDanke und Grüße
Das freut mich, danke für den Besuch hier.
Löschenchrista
Hallo Christa,
AntwortenLöschenAuch in mir weckt dein Gedicht viele Erinnerungen an eine leider viel zu kurze – und bei uns ja noch zwei Tage längere – Reise. Wobei ich zugeben muss, dass mir gleich in Vers 1 die Zugankündigungs-Jingles der rumänischen Bahnhöfe in den Ohren klingen (ich hoffe, die hast du damit nicht gemeint!), die ich akustisch irgendwo zwischen Almighurt-Reklame und Kinderserien-Intro verorten würde. Schreckliche Dinger. ;-)
Nein, Spaß, aber für mich treffen vor allem die Verse ab Mitte der zweiten Strophe ins Schwarze, die für mich einfach diese Gegensätzlichkeit symbolisieren, die mich immer wieder vom Hocker gehauen hat, in allen Bereichen ...
Hoffentlich lässt sich so ein Grenzgänger-Trip wieder mal realisieren!
Liebe Grüße, auch von Markus,
Alina
Bezüglich Vers 1: es war diese Kirche in Michelsberg am Sonntag. Vielleicht ward ihr, Markus und du, schon abgereist. Aus dem Lautsprecher der Kirche erklang ein Choral, der anscheinend 4 Stunden dauert.
LöschenDie Gegensätze in der Stadt haben mich auch irritiert, die Armut auf der einen Seite und die Samsung Werbung auf der anderen. Vergangenheit und Gegenwart längs einer einzigen Straße.
Ja ich hoffe auch, dass wir uns wieder treffen können, war schön!
Lg auch an Markus.
christa