Freitag, 6. März 2026

Solange wir atmen

  

Mein Freund Luca fürchtet den Tod. „Danach ist da nur ein schwarzes Loch“, sagt er.
Ich widerspreche, doch er hört mir nicht wirklich zu. Dann lacht er kurz auf und meint, das Leben sei ohnehin ungerecht – und nach dem Tod sei alles vorbei.

Über ein Danach spricht Luca nicht. Er will auch nichts davon wissen.
Dieses eine Leben genügt ihm, sagt er. Die Vorstellung, ewig weiterzuleben, findet er absurd.

Ich streiche über seinen Arm und küsse seine Haut, solange sie da ist.
Nichts geht verloren, was man liebt, denke ich – und schlafe neben ihm ein.

1 Kommentar:

  1. Sehr berührend. Ja, manche Menschen brauchen diese eigenen Überlegungen einfach dazu, um weiterzumachen...
    Liebe Grüße
    Edith

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deshalb schreibe ich kein gedicht

wenn ich über die liebe schreiben wollte dann würde ich ihr den kitsch aus den reimen nehmen und die worte